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Medikinet®

Medikinet Retard ist der Handelsname eines weiteren Präparates mit
dem Wirkstoff Methylphenidat. Die genaue Bezeichnung lautet Medikinet
Retard. Der Wirkstoff wird verzögert freigesetzt. Es verfügt über eine
2-Stufen-Galenik mit 50% schnell und 50% verzögert freisetzendem
Methylphenidat. Der Schultag soll so mit einer einmaligen morgendlichen Gabe
abgedeckt sein und zu einer verbesserten Medikamenten- Compliance führen. Das
Präparat ist mit 10 mg und 20 mg Wirkstoff erhältlich.
Die Zielsetzung bei der Entwicklung des Medikamentes war, einen schnellen
Wirkungseintritt zu realisieren, eine möglichst lange Wirkdauer zu
erreichen, wobei die Wirkung vor den Abendstunden abklingen sollte.
Die Therapie mit Medikinet sollte möglichst mit einer niedrigen Dosis
begonnen werden und dann schrittweise bis zu einer ausreichend
wirksamen Dosis gesteigert werden. In der Regel beginnt man mit 10 mg pro
Tag am Morgen. Im weiteren Verlauf wird die Tagesdosis in wöchentlichen
Schritten um 5-10 mg erhöht, bei einer maximalen Tagesdosis von 60 mg.
Um eine lang anhaltende Wirkung zu gewährleisten sollte Medikinet Retard
nach dem Frühstück eingenommen werden. Die Wirkung tritt in der Regel eine
Stunde nach der Einnahme ein. Eventuell ist ein Nachdosieren mit
schnell freisetzendem Methylphenidat am Nachmittag sinnvoll.
Sinnvoll sind weiterhin
Ausschleichversuche, um den Zustand des Kindes ohne Medikamente zu
beurteilen. Möglich ist eine deutlich verringerte Symptomatik auch nach dem
Absetzen des Medikaments.
Wirkung
Die Einnahme von Medikinet führt zu einer Steigerung der
Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Weiterhin kommt es zu einem
Anstieg der psychophysischen Aktivität und der Unterdrückung von
Müdigkeit.
Nebenwirkungen
Bei ca. 10 Prozent der Patienten findet sich bei Behandlungsbeginn
Nervosität und Schlaflosigkeit, die jedoch durch eine Reduktion der
Medikation entgegengewirkt werden kann. Bei ca. 1 Prozent der
Patienten finden sich bei der Anwendung von Medikinet Retard
vorübergehende Appetitstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel. Weiterhin
finden sich bei ca. einem Prozent der Klienten zu Beginn der
Behandlung Bauchschmerzen und Übelkeit, die jedoch durch eine
weitere Nahrungsaufnahme gelindert werden können.
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