Equasym

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Equasym® Retard 10 mg Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung (RP)

Zusammensetzung

1 Kaps. enth.: 10mg/20mg/30mg Methylphenidathydrochlorid entspr. 8,65mg/17,30mg/25,94mg Methylphenidat. Sonst. Bestandt.: 45mg/90mg/135mg Sucrose; Kapselinhalt: Zucker-Stärke-Pellets: Sucrose, Maisstärke, Povidon K29-K32, Opadry Clear YS-1-7006 (Hypromellose, Macrogol 400 u. Macrogol 8000), Ethylcellulose (wässrige Dispersion), Dibutyldecandioat; Kapselhülle: Gelatine, Titandioxid (E 171), Indigocarmin-Aluminiumsalz (E 132); -10mg Kaps.: Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172); -30mg Kaps.: Eisen(III)-oxid (E 172); Weiße Drucktinte: Schellack, Propylenglycol, Natriumhydroxid, Povidon K16, Titandioxid (E 171); Schwarze Drucktinte: Schellack-Glasur 45% (20% verestert in Ethanol), Propylenglycol, Ammoniumhydroxid 28%, Simeticon, Indigocarmin-Aluminiumsalz (E 132), Eisen(II,III)-oxid (E172).

Anwendung

Behandl. v. Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Stör. (ADHS) im Rahmen eines therapeut. Gesamtkonzepts für Kdr. ab 6J.

Gegenanzeigen

Spürbare Ängstlichkeit, Erregung od. Spannung, Glaukom, Hyperthyreoidismus, Thyreotoxikose, schwere Angina pectoris, kardiale Arrhythmie, schwere Hypertonie, Herzinsuff., Herzinfarkt, aktuelle schwere Depression, psychot. Sympt., psychopatholog. Persönlichkeitsstruktur, oder in Vorgeschichte aggressives Verhalten od. Suizidneigung, bekannte Drogenabhängigkeit od. Alkoholismus, Kombination mit nichtselektiven, irrevers. MAO-Inhibitoren bzw. auch bei deren Einnahme innerhalb der letzten 14 Tage vor Behandlungsbeginn mit Methylphenidat, motorische Tics, Geschwister mit Tics od. einer positiven Familienanamnese bzw. Diagnose eines Tourette-Syndroms.

Schwangerschaft

Kontraindiziert.

Stillzeit

Kontraindiziert.

Nebenwirkungen

Sehr häufig Nervosität u. Schlaflosigk. zu Behandlungsbeginn, normalerw. durch Dosisreduktion kontrollierbar. Häufig vermind. Appetit, jedoch normalerw. vorübergehend. Blutes u. Lymphsystem: Sehr selten: Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, thrombozytopenische Purpura. Herz: Häufig: Arrhythmie, Palpitationen, Tachykardie. Selten: Angina pectoris. Sehr selten: Herzstillstand. Kongenitale, familiäre u. genetische Erkrank.: Sehr selten: Tourette-Syndrom. Augen: Selten: Schwierigk. bei d. visuellen Akkommodation, verschwomm. Sehen. Gastrointestinaltrakt: Häufig: Bauchschmerzen, Übelk. u. Erbrechen. Diese Erschein. treten normalerw. zu Behandlungsbeginn auf u. können sich durch begleitende Nahrungsaufnahme lindern lassen. Trockener Mund. Allgemeine Erkrank. u. Beschw. am Verabreichungsort: Selten: Wachstumsverzög. bei Langzeitanw. bei Kindern. Sehr selten: Plötzl. Tod. Leber u. Galle: Sehr selten: Abnormale Leberfunkt., von einer Transaminasen-Erhöh. bis zum Leberkoma reichend. Untersuchungen: Häufig: Änderung des Blutdrucks u. d. Herzfrequenz (üblicherw. eine Erhöh.). Stoffwechsel- u. Ernährungsstör.: Häufig: Vermind. Appetit, verlangsamte Gewichtszunahme b. Langzeitanwend. b. Kindern. Skelettmuskulatur, Bindegewebe u. Knochen: Häufig: Arthralgie. Sehr selten: Muskelkrämpfe. Nervensystem: Häufig: Schwindel, Schläfrigk., Dyskinesie, Kopfschm., Hyperaktivität. Sehr selten: Konvulsionen, choreatisch-athetotische Bewegungen. Sehr selten wurde über Fälle eines malignen neurolept. Syndr. (MNS) berichtet, die nicht ausreich. dokumentiert waren. In den meisten dieser Berichte erhielten die Pat. zusätzl. and. Arzneimittel. Die Rolle v. Methylphenidat in diesen Fällen ist unklar. Psychiatrische Erkrank.: Sehr Häufig: Schlaflosigk., Nervosität. Häufig: Abnormes Verhalten, Aggression, Erregung, Anorexie, Ängstlichk., Depression, Reizbark. Sehr selten: Halluzinat., psychot. Stör., suizidale Verhaltensweisen (einschließl. vollendetem Suizid), Tics od. Verschlecht. bestehender Tics, vorübergeh. depress. Stimmung. Haut u. Unterhautzellgewebe: Häufig: Haarausfall, Pruritus, flüchtiges Exanthem, Urtikaria. Sehr selten: Erythema multif., exfoliative Dermatitis, fixes Arzneimittelexanthem. Gefäße: Sehr selten: Zerebrale Arteriitis u./od. Verschluss.

Wechselwirkungen

Equasym Retard sollte nicht v. Pat. eingenommen werden, die MAO-Inhibitoren einnehmen bzw. währ. d. letzten 2 Wo. eingenommen haben. Methylphenidat kann den Metabolismus v. Cumarin-Antikoagulanzien, einigen Antikonvulsiva (Phenobarbital, Phenytoin, Primidon) u. einigen Antidepressiva (trizykl.+selek. Serotonin-Wiederaufn. Hemmer) hemmen. Dosis dieser AM muss möglicherw. verringert werden. Vorsicht bei Pat., die mit Clonidin, and. zentr. wirk. alpha-2-Agonisten, Neurolept. (Haloperidol + Thioridazin) behandelt werden. Bei gleichz. Gabe von Clonidin wurde u.a. über plötzl. Tod berichtet (jedoch konnte kein Kausalzusammenhang gezeigt werden). Methylphenidat kann d. hypertensive Wirk. v. Guanethidin abschwächen. Alkohol kann die ZNS-Nebenwirk. v. psychoaktiven AM einschließl. Methylphenidat verstärken. Blutdruckerhöhung währ. Narkose mit halogenierten Narkosemittel - Methylphen. 1 Tag vor Operation absetzen; Vorsichtige Anwend. mit Vasopressoren, da Blutdruckanstieg mögl.

Hinweise

Reaktionsvermögen kann beeinträchtigt werden! Weit. Inform. siehe Fach- u./od. Gebrauchsinformation.

Warnhinweise

Kdr. < 6J., da Sicherheit u. Wirksamkeit für diese Altersgruppe nicht nachgewiesen. Enthält Sucrose. Patienten mit d. seltenen heredit. Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption od. Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Equasym Retard nicht einnehmen. Weit. Inform. siehe Fach- u./od. Gebrauchsinformation.

Dosierung

Empfohl. Initialdosis für Methylphenidat: 1- od. 2-mal tgl. 5mg (z. Frühstück u. Mittagessen). Falls erforderl. Erhöh. d. Tagesdosis jew. wöchentl. in Schritten v. 5-10mg. Anstelle 2x tgl. sof. freis. Methylphenidat kann von Beginn d. Behandl. an Equasym® Retard angewendet werden. Max. Tagesdosis 60mg. Ausführl. Informat. siehe Fachinformation.

 

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Stand: 07. September 2010.